Die Potsdamer Fernwärme weist aktuell einen relativ geringen Treibhausgasausstoß aus, da sie hocheffiziente Kraft-Wärmekopplung nutzt. Diese ist jedoch überwiegend auf Erdgas basiert und wird den künftigen Anforderungen nicht gerecht werden. Daher wird seit einigen Jahren der Anteil Erneuerbarer Energien kontinuierlich erhöht, z.B. über ein großes Solarthermiefeld. Der Anteil ist bisher dennoch sehr gering. Die weitere Erhöhung wird ab 2026 über Anlagen der Tiefen Geothermie erfolgen. Seit 2022 existiert ein Wärmespeicher mit Elektrodenkessel ("Power-to-Head") für die Nutzung überschüssigen Wind- und Solarstroms zur Wärmeerzeugung in der Größenordnung 3% des Gesamtfernwärmebedarfs. Rechtliche Rahmenbedingungen verhindern bis dato jedoch die Nutzung.
Die aktuellen Planungen zum Umbau der Fernwärmeerzeugung sollen zu einer Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Fernwärme auf mindestens 30% bis 2030 und auf 80% bis 2040 führen, was den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Seit 2025 ist eine Geothermieanlage in der Heinrich-Mann-Alle im Betrieb und weitere sind in Umsetzung und Planung. Vorhaben zur Flusswärmenutzung sind in Prüfung. Sobald die Rahmenbedingungen für die PtH-Erzeugung vorhanden sind, wird diese genutzt werden.