Bis zum 1. Quartal 2026 hat die Landeshauptstadt Potsdam die Kommunale Wärmeplanung erarbeitet. Die Umstellung auf erneuerbare Energien in der Wärmeversorgung ist dabei ein zentraler Baustein, um Potsdams Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 zu erreichen.
Eine Wärmeversorgung ohne fossile Brennstoffe macht uns unabhängig von externen Energielieferungen und ist durch den steigenden CO2-Preis langfristig auch kostengünstiger für Hausbesitzer:innen.
Eine strategische Wärmeplanung sorgt dafür, dass die Entwicklung der Energieinfrastrukturen vor Ort besser aufeinander abgestimmt werden. Wie viel Wärme wird aktuell vor Ort benötigt? Wie entwickelt sich der Bedarf? Mit welchen Wärmequellen und welcher Infrastruktur kann die Wärme zukünftig treibhausgasneutral bereitgestellt werden? Auf dieser Basis gestalten wir die zukunftsfähige Wärmeversorgung für Potsdam.
Die Potsdamer Fernwärme weist einen relativ geringen Treibhausgasausstoß auf, da sie hocheffiziente Kraft-Wärmekopplung nutzt. Diese ist jedoch überwiegend auf Erdgas basiert und wird den künftigen Anforderungen nicht gerecht werden. Daher wird seit einigen Jahren der Anteil Erneuerbarer Energien kontinuierlich erhöht, z.B. über ein großes Solarthermiefeld. Wenn Wind- oder Solarparks wegen Überproduktion abgeschaltet werden müssten, nutzt die EWP diesen "überschüssigen" Strom zur Wärmeerzeugung. Eine Geothermieanlage in der Heinrich-Mann-Alle ist im Betrieb und weitere in Planung. Mit dem Beschluss der Stadtverordneten 25/SVV/0636 wurde die Finanzierung weiterer Projekte der Energie- und Wärmewende ermöglicht. Diese werden zu einer Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Fernwärme auf mindestens 30% führen, was den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

